WinRAR

Neuigkeiten, Tipps & Tricks zu WinRAR

defekte Dateien entpackenGelegentlich kann ein RAR-Archiv nicht fehlerlos entpackt werden (z.B. bei einem CRC-Fehler).
WinRAR bricht das Entpacken dann ab und löscht bereits temporär entpackte Daten.

Ist es trotzdem möglich, zumindest einen Teil der Daten zu retten?

Wurden beim Packen Wiederherstellungs­informationen gespeichert, kann die „Repariere“-Funktion helfen (Extras / Archiv reparieren).

Andernfalls können Sie die Option „Defekte Dateien behalten“ markieren, nachdem Sie in WinRAR auf den Button „Entp. nach“ geklickt haben (siehe Screenshot oben):

    „WinRAR-Hilfe: Defekte Dateien behalten
    WinRAR wird Dateien nicht löschen, die nicht erfolgreich entpackt wurden, wenn zum Beispiel das Archiv beschädigt ist (standardmäßig löscht WinRAR solche Dateien).
    Auf diese Weise können Sie versuchen, einen Teil der Informationen aus einer defekten Datei zu retten.“

Diese Einstellung können Sie auch als Standard festlegen (Einstellungen speichern).

„Welche Verschlüsselungsverfahren setzen RAR und WinRAR ein?“

Die Verfahren unterscheiden sich je nach gewähltem Archivformat: ZIP, RAR oder RAR5.

Verschlüsselungsverfahren

Das durch WinRAR unterstützte ZIP-2.0-Format verwendet einen eigenen, selbst entwickelten Verschlüsselungsalgorithmus.
RAR-4.x-Archive werden durch den viel stärkeren AES-128 Standard und RAR-5.0-Archive durch AES-256 im CBC-Modus verschlüsselt.
Die RAR-5.0-Schlüsselberechnungsfunktion basiert auf PBKDF2 unter Verwendung von HMAC-SHA256.

Mit RAR5 verschlüsselte Archive können nur von Programmen entpackt werden, die dieses relativ neue Format unterstützen. Deshalb ist die Standardeinstellung zur Zeit noch RAR.

Wenn Sie wichtige Informationen verschlüsseln wollen, empfiehlt sich die Verwendung des RAR- statt des ZIP-Formats. Um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie zudem Passwörter mit einer Länge von mindestens acht Zeichen verwenden. Benutzen Sie auf keinen Fall Wörter irgendeiner Sprache; es ist besser, eine zufällige Kombination von Zeichen und Ziffern zu wählen.

Beachten Sie auch, dass bei Passwörtern zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird.

Die maximale Länge des Passworts beträgt 127 Zeichen. Längere Passwörter werden nach 127 Zeichen abgeschnitten und somit gekürzt.

Profi-Tipp: Ist die Option „Dateinamen verschlüsseln“ deaktiviert, werden die Dateiprüfsummen in verschlüsselten RAR-5.0-Archiven durch einen speziellen Algorithmus verändert, der vom eingegebenen Passwort abhängt.

Dateinamen verschlüsseln

Das ist wichtig, da sonst mit Hilfe der Prüfsumme ein Rückschluss auf den Dateiinhalt möglich wäre, ohne das Passwort zu kennen. Dieses Risiko ist besonders hoch bei kleinen Dateien oder bei der Verwendung von BLAKE2-Dateiprüfsummen. Die Prüfsummen von verschlüsselten RAR-5.0-Archiven stimmen daher nicht mit echten CRC32- oder BLAKE2-Hashwerten überein.

Ist die Option „Dateinamen verschlüsseln“ aktiviert, werden die Prüfsummen ohne Änderung gespeichert, denn darauf kann nur zugegriffen werden, wenn ein gültiges Passwort angegeben wurde.

Weitere Infos finden Sie in der WinRAR-Hilfe im Kapitel „Verschlüsselung“.

Möchten Sie das praktische Kontextmenü um eigene Einträge erweitern?
Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Angenommen, Sie verschieben gern zu packende Dateien in das Archiv, um sich das separate Löschen der Ursprungsdatei nach dem Packen zu sparen.

Wählen Sie dazu im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ die Option „Dateien nach dem Archivieren löschen“ (Bild 1).
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Profile“ im selben Fenster.
Wählen Sie „Aktuelle Einstellungen in einem neuen Profil speichern“. Im folgenden Fenster geben Sie einen aussagekräftigen Namen ein (hier z.B. „in Archiv verschieben“) und markieren die Option „zum Kontextmenü hinzufügen“ (Bild 2).
Nach dem Bestätigen finden Sie in Zukunft Ihre neue Funktion im Kontextmenü (Bild 3).

 

Bild 1

Bild 1 – klicken zum Vergrößern

Bild 2

Bild 2 – klicken zum Vergrößern

Bild 3

Bild 3 – klicken zum Vergrößern

JPEG-Dateien, wie sie von den meisten Digitalkameras oder Scannern erzeugt werden, gehören nicht zu den Daten, die sich von WinRAR oder anderen Packprogrammen stark komprimieren lassen. Wir haben das an anderer Stelle bereits erläutert.
Wie soll man aber vorgehen, wenn man seine Urlaubsfotos der Familie oder Produktfotos dem Geschäftspartner zugänglich machen möchte?

Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob es auf eine möglichst hohe Auflösung ankommt.

Das könnte der Fall sein, wenn Sie Vorlagen an eine Druckerei liefern oder als Radiologe Röntgenbilder versenden. Hier kann Ihnen WinRAR immerhin helfen, die Daten zu verschlüsseln oder mehrere Bilder einer Serie zusammenzufassen.

In den meisten Fällen reicht jedoch eine Auflösung von weniger als 100 dpi und ein Format von weniger als 1000 Pixeln in der Breite für Schnappschüsse aus. Bilder dieser Größe haben ein Datenvolumen von wenigen hundert Kilobyte, während die Originale aus Digitalkamera oder Scanner oft zwischen zwei und zehn Megabyte umfassen.

Eine einfache Möglichkeit, die Fotos emailgerecht aufzubereiten, bietet Windows ab Version 7 selbst.

Klicken Sie in Ihrem Fotoordner mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen Sie den ersten Menüeintrag (Vorschau).
Windows-FotoanzeigeDas Foto wird jetzt in die Windows-Fotoanzeige geladen. Hier können Sie aus dem Menü „Email“ eine geeignete Größe wählen und das Foto gleich an eine neue Email anhängen (vorausgesetzt, Sie haben ein Emailprogramm konfiguriert).

Eine andere Möglichkeit ist, das Foto in Ihr Programm zur Fotobearbeitung zu laden (wird oft mit Scanner oder Digitalkamera mitgeliefert) und in einer verminderten Auflösung abzuspeichern. Beachten Sie aber, dass Sie die Änderungen nach dem Verlassen Ihres Fotoprogramms nicht widerrufen können. Arbeiten Sie also, falls Sie das Original behalten möchten, mit Kopien.

Entgegen landläufiger Meinung hilft es nichts, hoch aufgelöste Fotos in eine PDF-Datei zu drucken oder in ein Worddokument zu laden und zu skalieren. Die Datenmenge wird dadurch nicht vermindert und WinRAR hat, genau wie bei den Originalfotos, kaum eine Chance auf Komprimierung des Dokuments.

WinRAR 5.21 ist erschienen!

  1. Die Optionen der Gruppe „Drag&Drop-Kontextmenü“ im Dialog „Einstellungen/Integration/ Kontextmenüeinträge“ können verwendet werden, um die Befehle zum Archivieren und Packen im Kontextmenü zu deaktivieren, das nach dem Drag&Drop von Dateien mit rechten Maustaste angezeigt wird.
  2. Existiert die Datei winrar.ini im selben Verzeichnis wie der WinRAR-Installer, so wird diese winrar.ini nach dem Abschluss der Installation in das WinRAR-Programmverzeichnis kopiert.
  3. In vorherigen Versionen konnte es manchmal passieren, dass bei der Erstellung von RAR-Volumen die Größe der Volumen ein wenig kleiner war als gewünscht. Das tritt nun weitaus weniger häufig auf. In den meisten Fällen sind die erstellten Volumen so groß wie vom Anwender angegeben.
  4. WinRAR entpackt nun standardmäßig symbolische Links, die einen absoluten Pfad im Link-Ziel haben, nicht mehr. Sie können das Erstellen solcher Links mit der Option „Absolute Pfade in symbolischen Links erlauben“ im Dialog „Entpacken: Zielverzeichnis und Optionen – Erweitert“ oder mit dem Schalter -ola in der Befehlszeile aktivieren.
    Solche Links, die auf Verzeichnisse außerhalb des Zielverzeichnisses beim Entpacken verweisen, können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Aktivieren Sie das Entpacken solcher Links nur, wenn Sie sicher sind, dass der Inhalt des zu entpackenden Archivs sicher ist, wie z. B. Ihre eigenen Backups.
  5. Behobene Fehler:
  • WinRAR 5.20 präsentierte dem Anwender überflüssige Anforderungen von erhöhten Rechten durch die Benutzerkontensteuerung, wenn eine ausführbare Datei aus einem Archiv gestartet wurde, das sich in einem durch die Benutzerkontensteuerung geschützten Verzeichnis befand. Da in diesem Fall nichts in das Verzeichnis entpackt wird, in dem sich das Archiv befindet, ist die Anforderung von erhöhten Rechten durch die Benutzerkontensteuerung nicht notwendig;
  • WinRAR konnte bisher nur beim Entpacken von RAR- und ZIP-Archiven Dateien mit gesetztem „Schreibgeschützt“-Attribut überschreiben. Nun ist das auch bei allen anderen durch WinRAR unterstützten Archivformaten der Fall;
  • „Vergangene Zeit“ und „Verbleibende Zeit“ wurden falsch angezeigt, wenn der Befehl „Konvertieren“ auf mehrere Archive angewandt wurde und dabei die Option „Wiederherstellungsdaten hinzufügen“ aktiviert war.

Neuer (alter) WinRAR-Distributor

Seit heute fehlt das markante ROG-Logo rechts oben auf der WinRAR-Seite.

Nach über 13 Jahren erfolgreicher und sehr angenehmer Zusammenarbeit zieht sich die ROG GmbH aus dem Softwarevertrieb zurück.

Für WinRAR-Kunden ändert sich nichts. Kontaktadressen und Telefonnummern bleiben bestehen, wir betreuen den kompletten Kundenbestand unverändert weiter. Lediglich die Rechnungen für WinRAR-Lizenzbestellungen haben jetzt einen anderen Absender.

Auf gutes Gelingen!

 

WinRARs Hauptaufgabe liegt eigentlich im Packen, Entpacken und Verschlüsseln von Daten. Wir wissen aber von vielen Anwendern, dass sie es wie einen Medienabspieler einsetzen:
Sie öffnen ein Archiv (z.B. mit JPGs) per Doppelklick, sehen die Auflistung des Inhalts vor sich und klicken eine gewünschte Datei doppelt an, um sie anzusehen.

WinRAR entpackt die Datei jetzt in ein temporäres Verzeichnis und ruft das verknüpfte Programm auf, um die Datei anzeigen zu lassen (entsprechende Einstellungen vorausgesetzt).
Wird das Programm geschlossen, löscht WinRAR die entpackte Datei aus dem temporären Verzeichnis.
Auf den Anwender wirkt es, als würde WinRAR die Datei anzeigen.

Tatsächlich verfügt WinRAR über einen Dateibetrachter; dieser kann aber nur reine Textdateien korrekt anzeigen.

Öffnen Sie andere als Textdateien, dann zeigt WinRARs interner Betrachter unverständlichen Code an.

Sie können in den Einstellungen festlegen, wie WinRAR mit Dateien umgeht.

Betrachter

Starten Sie WinRAR. Klicken Sie oben auf Optionen, dann auf Einstellungen (oder drücken Sie im WinRAR Programmfenster auf Strg + S). Wählen Sie im Einstellungsfenster „Betrachter“ aus. Sie haben jetzt vier Möglichkeiten zur Wahl:

  1. Interner Betrachter
  2. Externer Betrachter
  3. Verknüpftes Programm
  4. Nachfragen

Wenn Sie über ein bevorzugtes Programm verfügen, das viele Formate öffnet, dann können Sie Punkt 2 auswählen und das Programm in der letzten Zeile benennen.

Die für die meisten Anwender sinnvollste Option ist Nr. 3. WinRAR öffnet mit der Datei dann das passende Programm, mit dem Sie auch sonst Ihre Fotos, Filme oder sonstigen Dokumente betrachten.

Betrachter auswählenWenn Sie sich jetzt nicht auf eine der drei ersten Möglichkeiten festlegen wollen, wählen Sie Punkt 4. Dann erscheint bei jedem Doppelklick auf eine Datei eine Nachfrage, womit sie geöffnet werden soll (s. rechts).

Sie können die Auswahl des Dateibetrachters und die Auswirkungen Ihrer Wahl hier in einem Video nachvollziehen.

Weitere Infos finden Sie in der WinRAR-Hilfe. Suchen Sie nach dem Stichwort „Betrachter“.

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Die WinRAR-Videos öffnen sich in einem neuen Fenster Ihres Browsers, damit sie etwas größer dargestellt werden können.

Seit Version 3.50 finden Sie das Modul zu unter DOS lauffähigen selbstextrahierenden Archiven nur noch in der RAR/DOS32-Installationsdatei.
Bitte benennen Sie default.sfx aus der RAR/DOS32-Installationsdatei in dos.sfx um und speichern Sie die Datei im WinRAR-Ordner.

dos.sfx unterstützt folgende Befehlszeilenschalter:

-x entpacken
-t Archivinhalt überprüfen
-? Hilfe anzeigen

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Wir haben die default.sfx aus RAR 3.93 für MS DOS extrahiert, in dos.sfx umbenannt und hier für Sie hinterlegt.

Die meisten Anwender nutzen das Kontextmenü im Explorer, um Archive schnell zu entpacken. Wenn Sie dazu die Option „Hier entpacken…“ nutzen, finden Sie im aktuellen Verzeichnis (das kann auch Ihr Desktop sein) unter Umständen Hunderte oder gar Tausende neuer Dateien, die sich vermutlich auch noch alphabetisch geordnet unter vorhandene Daten gemischt haben.

Kontext ArchivnameUm ein solches Chaos zu vermeiden, sollten Sie Archive immer in ein Unterverzeichnis entpacken, das WinRAR für Sie automatisch erstellen kann.
WinRAR benennt dieses Verzeichnis nach dem Namen des Archivs, so dass Sie es auch in gut gefüllten Verzeichnissen leicht wiederfinden können.
Wählen Sie dazu aus dem Kontextmenü „Entpacken nach Archivname⧵“
Sie können sich das Kontextmenü auch so einrichten, dass „Hier entpacken“ gar nicht mehr angezeigt wird.

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Zusatztipp für Windows-Einsteiger: Wenn es dann doch passiert sein sollte, dass WinRAR Ihren Desktop mit einigen tausend kleinen Dateien vollgeschrieben hat –
klicken Sie auf den Windows-Startknopf. Rechts oben im Menü sehen Sie Ihren Namen. Klicken Sie darauf, um Ihren persönlichen Ordner zu öffnen. Wählen Sie unter den angezeigten Ordnern „Desktop“ (oder einen anderen gewünschten Ordner). Stellen Sie die Ansicht oben im Menü auf „Details“ ein. Klicken Sie jetzt auf den Tabellentitel „Änderungsdatum“. Mit etwas Glück stehen jetzt alle entpackten Dateien untereinander, so dass Sie die erste und die letzte (mit gedrückter Umschalttaste) markieren und den ganzen markierten Block in einem Rutsch löschen können.

Ordnen im Explorer

Ordnen von Dateien in Windows 7 (Ansicht: Details)