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Passwort anzeigen„Ich finde es lästig, das Passwort beim Er­stellen eines Archivs zweimal eingeben zu müssen!“
In den Standardeinstellungen wird das Passwort nicht im Klartext angezeigt. Da Sie dabei Tippfehler nicht erkennen können, wird das Passwort noch einmal abgefragt und mit der ersten Eingabe verglichen.
Wenn Sie unbeobachtet sind, können Sie die Option „Passwort anzeigen“ wählen. Dann müssen Sie das Passwort lediglich einmal eingeben, sind aber auch selbst für die Kontrolle auf Tippfehler verantwortlich.

Technische Probleme treten mit WinRAR eher selten auf – aber wenn wir einen Fehlerbericht erhalten, befasst er sich häufig mit dem Kontextmenü.

Packen im Kontextmenü
Das Kontextmenü erscheint in Ihrem Datei­manager, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder ein Archiv klicken. Diese Funktionalität bieten viele Programme unter Windows – und genau das ist das Problem.

Wenn WinRARs Kontextmenü nicht wie erwartet agiert, gar nicht erscheint oder, wie in einem Fall für Windows 10 berichtet, der Explorer abstürzt, liegt es daran, dass WinRAR und mindestens ein weiteres Programm auf den Explorer zugreifen und sich dabei stören.

rarlabs Chefentwickler, Eugene Roshal, schreibt:

I had seen few similar reports for earlier Windows versions in the past and it is almost never possible to find out what causes them. Shell extension rarext.dll works inside of explorer.exe process together with all other shell extensions from other software, they all influence each other and such bugs are problematic to investigate and fix.

Explorerintegration

Leider hilft nur, testweise die Explorerintegration aller Programme ab- und einzuschalten und die Auswirkungen zu beobachten.
Manchmal reicht es schon, die Integration in anderer Reihenfolge zu aktivieren.

Bei WinRAR (de-) aktivieren Sie die Explorerintegration in Optionen / Einstellungen / Integration (siehe Screenshot oben).

Auf Wunsch speichert WinRAR einen Verlauf der zuletzt bearbeiteten Archive.
So wird u.a. im Menü „Datei“ angezeigt, welche Archive Sie zuletzt geöffnet haben (s. Bild unten, links). In einigen Dialogfenstern erhalten Sie per Drop-Down-Menü Zugriff auf zuletzt erstellte Archive. Das kann hilfreich sein, wenn Sie einige Archive immer wieder bearbeiten müssen.

Wenn Sie diese Funktion nicht brauchen, können Sie sie einfach abstellen. Unter Optionen / Einstellungen (oder einfach durch Druck auf Strg/s) können Sie im Bereich Allgemein / Verlauf einstellen, welche Informationen gespeichert werden oder nicht erscheinen sollen (s. Bild unten, rechts).

Verlauf in WinRAR

Wenn Sie die Funktion grundsätzlich nützlich finden, den bisherigen Verlauf aber löschen möchten, wählen Sie die Funktion ab, bestätigen mit OK und aktivieren sie anschließend wieder.

WinRARs originäre Aufgabe ist das Archivieren von Dateien.

Einfache Beispiele:

  • abgeschlossenese Projekte
  • alte Versionen Ihrer Webseiten
  • Schriftverkehr vergangener Jahre
  • aussortierte Fotos
  • ältere BackUp-Sätze, die voraussichtlich nicht mehr benötigt werden
  • Installationsdateien älterer Programmversionen

Solche Archive erstellt WinRAR einfach mit wenigen Mausklicks, ohne dass Sie sich mit den Einstellungen und erweiterten Funktionen eingehend befassen müssten. Sie können die Archive auf externe Datenträger oder verschlüsselt in Ihre Cloud verschieben und die Originaldateien löschen. Damit erhalten Sie mehr Speicherplatz und Übersichtlichkeit auf Ihrer Festplatte.

mögliche Einstellungen für das Archivieren von Dateien

mögliche Einstellungen für das Archivieren von Dateien

Sie sollten „Wiederherstellungsdaten hinzufügen“ und das Archiv nach Fertigstellung testen lassen. Bei sehr großen Datenmengen empfiehlt sich die Aufteilung in mehrere Teile. Wenn Sie keinen Wert auf möglichst kleine Archive legen, können Sie bei „Kompressionsmethode“ speichern einstellen. WinRAR wird dann schneller fertig.

Ein Klick auf den Hilfebutton rechts unten im oben abgebildeten Programmfenster führt Sie zur WinRAR-Hilfe. Alle abgebildeten Optionen werden Ihnen dann noch ausführlicher erklärt.

erweiterte Archivparameter

erweiterte Archivparameter

Im Fenster „Erweitert“ können Sie zusätzliche Parameter festlegen. Auch hier gilt: Der Klick auf den Hilfeknopf hilft bei Unklarheiten oft weiter. Wenn Sie im vorherigen Fenster eine Volumengröße festgelegt und damit das Archiv geteilt haben, können Sie hier die Anzahl der Wiederherstellungsvolumen festlegen. Das ist sinnvoll bei großen Datenmengen und wenn Sie die Teilarchive an andere Personen weitergeben wollen. Dazu erhalten Sie hier weitere Informationen (letzter Absatz).

Darüber hinaus können Sie mit WinRAR auch BackUps erstellen.

Im Unterschied zur Archivierung werden hierbei meist Daten gesichert, die für den laufenden Betrieb erforderlich sind. Auch wenn sich die Themengebiete überschneiden – für BackUps bietet WinRAR zusätzliche Optionen, die Sie unter dem Reiter „Backup“ finden.

erweiterte Optionen für BackUps

erweiterte Optionen für BackUps

Die abgebildeten Optionen sind mit etwas Kenntnis des Betriebssystems selbsterklärend – Option 2 und 3 sorgen dafür, dass nur geänderte Daten in das BackUp-Archiv geschrieben werden.
Option 4 verhindert Fehlermeldungen, wenn anderweitig geöffnete Daten von WinRAR verarbeitet werden.
Die fünfte Option benennt Ihre BackUps mit dem aktuellen Datum und „Vorherige Dateiversionen erhalten“ sorgt dafür, dass geänderte Daten in das Archiv geschrieben werden, ohne dass Vorversionen gelöscht werden. Damit werden Ihre Archive revisionssicher.

Für BackUps empfehlen wir außerdem:

  • Updatemodus

    • Befassen Sie sich mit dem Updatemodus im ersten Einstellungsdialog.
      Die Unterschiede der einzelnen Modi werden in der Hilfe erläutert. Wenn Sie unsicher sind, belassen Sie es bei der Standardvorgabe.
    • Verwenden Sie ein RAR- statt des Zip-Formats. Neben anderen Vorteilen bietet Ihnen nur das RAR-Format die Möglichkeit, beschädigte Archive zu reparieren.
    • Verlassen Sie sich nie auf ein einziges BackUp-Archiv. Legen Sie mindestens eine Kopie an und speichern Sie sie an anderer Stelle.
    • Für regelmäßige BackUps können Sie ein Profil erstellen. Darin bleiben alle Ihre Einstellungen festgelegt und Sie können das BackUp mit nur einem Mausklick durchführen.
    • Prüfen Sie Ihre BackUp-Archive gelegentlich. Finden Sie sie wieder? Lassen sie sich problemlos öffnen? Sind externe Datenträger noch lesbar?
    • Dokumentieren Sie Ihre BackUp-Strategie. Das hilft nicht nur anderen berechtigten Anwendern im Falle eines Falles, sondern auch Ihnen selbst – denn in der Hektik nach einem Datenverlust können unüberlegte Reparaturversuche die Lage durchaus noch verschlimmern.
  • WinRAR und RAR sind von jeher als sehr stabil und zuverlässig bekannt und werden auch deshalb weltweit millionenfach eingesetzt.

    Leider ist es trotzdem nicht ganz ausgeschlossen, dass Sie beim Entpacken auf eine Fehlermeldung wie „Unerwartetes Archivende“, „CRC-Fehler in…„, „keine Dateien zu entpacken“ oder gar „corrupt header“ stoßen.

    Das ist natürlich insbesondere dann ärgerlich, wenn Sie große Datenmengen in ein einziges Archiv gesichert haben und zudem nicht mehr über die Originaldaten verfügen.

    Die Gründe für beschädigte Archive liegen in aller Regel an Fehlern der Hardware oder bei der Datenübertragung:
    Festplatten können beschädigte Sektoren aufweisen, CDs und DVDs altern, Übertragungsfehler beim Kopieren im Netzwerk oder beim Hoch- und Runterladen im Internet kommen leider vor.
    Nicht zuletzt können übertaktete Prozessoren zu fehlerhaften Archiven führen.

    Sicherheitseinstellungen

    WinRAR bietet aber einige Funktionen, um das Risiko eines Datenverlustes zu minimieren. Sie sollten deshalb bereits beim Erstellen Ihrer Archive abwägen, ob Ihnen die Sicherheit Ihrer Daten etwas mehr Zeit- und Platzaufwand wert sind.

    Im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ gibt es unter den Reitern „Allgemein“ und „Er­weitert“ (siehe Abbildung rechts) fünf Optionen, die Sie bei der Daten­sicher­heit unterstützen.

    Wiederherstellungsdaten hinzu­fügen“ – diese Option sollten Sie standardmäßig aktivieren. Sie vergrößert Ihre Archive um einen einstellbaren Prozentanteil (siehe Reiter „Erweitert“, drei Prozent sind voreingestellt und empfehlens­wert), erhöht aber die Erfolgsaussichten der „Reparieren“-Funktion immens.
    Teste archivierte Dateien“ – mit dieser Option veranlassen Sie WinRAR, nach dem Komprimieren die archivierten Dateien noch einmal mit den Originalen zu vergleichen. Das ist insbesondere wichtig, wenn Sie außerdem die Option „Dateien nach dem Archivieren löschen“ gewählt haben. WinRAR würde dann bei einem erkannten Fehler Ihre Originale nicht löschen.
    Volumengröße“ festlegen – wenn Ihr Archiv sehr groß wird (z.B. mehrere Gigabyte), dann erwägen Sie, es in mehrere Archive aufzuteilen. Sie verringern damit die Möglichkeit, dass Ihre komplette Datensicherung wegen eines Hardware- oder Übertragungsfehlers zerstört ist.
    Außerdem haben Sie dann die Möglichkeit, von WinRAR automatisch Wiederherstellungsvolumen (siehe Reiter „Erweitert“) erstellen zu lassen.
    Diese faszinierende Fähigkeit wird in einem lesenswerten Artikel auf All About Security von Öncül Kaya, Geschäftsführer der win.rar GmbH, anschaulich erklärt – bitte scrollen Sie ganz nach unten (oder klicken Sie für einen Auszug hier).

      Bei sehr wichtigen Daten oder BackUps und wenn es nicht auf das letzte eingesparte Byte ankommt, sollten Sie auf die Option „Solides Archiv erstellen“ verzichten. Solide Archive werden besonders speicheroptimiert erstellt, aber bei Fehlern im Archiv sind die auf den Fehler folgenden Daten verloren.
      Erstellen Sie Ihre Archive außerdem im RAR- oder RAR5-Format. ZIP-Archive bieten die vorab genannten Möglichkeiten leider nicht.
      BackUps und wichtige Archive sollten immer mehrfach vorliegen. Schon bei nur einer Kopie vermindern Sie den Datenverlust rechnerisch um 50 Prozent, wenn Sie die Kopie auf unterschiedlichen Medien lagern.

    Wie Sie Daten aus einem beschädigten Archiv retten können, lesen Sie hier.

    Wiederherstellungsdaten hinzufügen
    Beim Erstellen eines Archivs haben Sie im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ die Möglichkeit, Wiederherstellungsdaten hinzuzufügen.
    Den Umfang können Sie im Reiter „Erweitert“ festlegen. Drei Prozent sind der Standardwert, der sich in der Praxis bewährt hat.

    Wiederherstellungsdaten können beim Reparieren defekter Archive helfen. Hintergründe dazu finden Sie in einem Gastbeitrag von Öncül Kaya und in der WinRAR-Hilfe im Abschnitt „Archive vor Zerstörung schützen“.

    defekte Dateien entpackenGelegentlich kann ein RAR-Archiv nicht fehlerlos entpackt werden (z.B. bei einem CRC-Fehler).
    WinRAR bricht das Entpacken dann ab und löscht bereits temporär entpackte Daten.

    Ist es trotzdem möglich, zumindest einen Teil der Daten zu retten?

    Wurden beim Packen Wiederherstellungs­informationen gespeichert, kann die „Repariere“-Funktion helfen (Extras / Archiv reparieren).

    Andernfalls können Sie die Option „Defekte Dateien behalten“ markieren, nachdem Sie in WinRAR auf den Button „Entp. nach“ geklickt haben (siehe Screenshot oben):

      „WinRAR-Hilfe: Defekte Dateien behalten
      WinRAR wird Dateien nicht löschen, die nicht erfolgreich entpackt wurden, wenn zum Beispiel das Archiv beschädigt ist (standardmäßig löscht WinRAR solche Dateien).
      Auf diese Weise können Sie versuchen, einen Teil der Informationen aus einer defekten Datei zu retten.“

    Diese Einstellung können Sie auch als Standard festlegen (Einstellungen speichern).

    WinRAR ist in der Lage, ISO-Images zu öffnen und zu bearbeiten. Für das Erstellen eines ISO-Images benötigen Sie aber spezielle Programme wie Nero oder das kostenlose ImgBurn.

    Einstellungen - ISO
    Falls in Ihrem Dateimanager ISO-Dateien mit dem WinRAR-Symbol angezeigt werden und Sie dies ändern möchten, dann starten Sie bitte WinRAR, wählen „Optionen / Einstellungen / Integration“ (oder Strg-s) und entfernen den Haken bei ISO.

    Weiterführende Infos zu Dateiverknüpfungen finden Sie auf der Microsoft-Seite „Programmverknüpfung von Dateien ändern“.

    Möchten Sie das praktische Kontextmenü um eigene Einträge erweitern?
    Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

    Angenommen, Sie verschieben gern zu packende Dateien in das Archiv, um sich das separate Löschen der Ursprungsdatei nach dem Packen zu sparen.

    Wählen Sie dazu im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ die Option „Dateien nach dem Archivieren löschen“ (Bild 1).
    Klicken Sie auf die Schaltfläche „Profile“ im selben Fenster.
    Wählen Sie „Aktuelle Einstellungen in einem neuen Profil speichern“. Im folgenden Fenster geben Sie einen aussagekräftigen Namen ein (hier z.B. „in Archiv verschieben“) und markieren die Option „zum Kontextmenü hinzufügen“ (Bild 2).
    Nach dem Bestätigen finden Sie in Zukunft Ihre neue Funktion im Kontextmenü (Bild 3).

     

    Bild 1

    Bild 1 – klicken zum Vergrößern

    Bild 2

    Bild 2 – klicken zum Vergrößern

    Bild 3

    Bild 3 – klicken zum Vergrößern

    WinRARs Hauptaufgabe liegt eigentlich im Packen, Entpacken und Verschlüsseln von Daten. Wir wissen aber von vielen Anwendern, dass sie es wie einen Medienabspieler einsetzen:
    Sie öffnen ein Archiv (z.B. mit JPGs) per Doppelklick, sehen die Auflistung des Inhalts vor sich und klicken eine gewünschte Datei doppelt an, um sie anzusehen.

    WinRAR entpackt die Datei jetzt in ein temporäres Verzeichnis und ruft das verknüpfte Programm auf, um die Datei anzeigen zu lassen (entsprechende Einstellungen vorausgesetzt).
    Wird das Programm geschlossen, löscht WinRAR die entpackte Datei aus dem temporären Verzeichnis.
    Auf den Anwender wirkt es, als würde WinRAR die Datei anzeigen.

    Tatsächlich verfügt WinRAR über einen Dateibetrachter; dieser kann aber nur reine Textdateien korrekt anzeigen.

    Öffnen Sie andere als Textdateien, dann zeigt WinRARs interner Betrachter unverständlichen Code an.

    Sie können in den Einstellungen festlegen, wie WinRAR mit Dateien umgeht.

    Betrachter

    Starten Sie WinRAR. Klicken Sie oben auf Optionen, dann auf Einstellungen (oder drücken Sie im WinRAR Programmfenster auf Strg + S). Wählen Sie im Einstellungsfenster „Betrachter“ aus. Sie haben jetzt vier Möglichkeiten zur Wahl:

    1. Interner Betrachter
    2. Externer Betrachter
    3. Verknüpftes Programm
    4. Nachfragen

    Wenn Sie über ein bevorzugtes Programm verfügen, das viele Formate öffnet, dann können Sie Punkt 2 auswählen und das Programm in der letzten Zeile benennen.

    Die für die meisten Anwender sinnvollste Option ist Nr. 3. WinRAR öffnet mit der Datei dann das passende Programm, mit dem Sie auch sonst Ihre Fotos, Filme oder sonstigen Dokumente betrachten.

    Betrachter auswählenWenn Sie sich jetzt nicht auf eine der drei ersten Möglichkeiten festlegen wollen, wählen Sie Punkt 4. Dann erscheint bei jedem Doppelklick auf eine Datei eine Nachfrage, womit sie geöffnet werden soll (s. rechts).

    Sie können die Auswahl des Dateibetrachters und die Auswirkungen Ihrer Wahl hier in einem Video nachvollziehen.

    Weitere Infos finden Sie in der WinRAR-Hilfe. Suchen Sie nach dem Stichwort „Betrachter“.

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    Die WinRAR-Videos öffnen sich in einem neuen Fenster Ihres Browsers, damit sie etwas größer dargestellt werden können.