Packen und Entpacken

Die Grundfunktionen von WinRAR

Möchten Sie das praktische Kontextmenü um eigene Einträge erweitern?
Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Angenommen, Sie verschieben gern zu packende Dateien in das Archiv, um sich das separate Löschen der Ursprungsdatei nach dem Packen zu sparen.

Wählen Sie dazu im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ die Option „Dateien nach dem Archivieren löschen“ (Bild 1).
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Profile“ im selben Fenster.
Wählen Sie „Aktuelle Einstellungen in einem neuen Profil speichern“. Im folgenden Fenster geben Sie einen aussagekräftigen Namen ein (hier z.B. „in Archiv verschieben“) und markieren die Option „zum Kontextmenü hinzufügen“ (Bild 2).
Nach dem Bestätigen finden Sie in Zukunft Ihre neue Funktion im Kontextmenü (Bild 3).

 

Bild 1

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Bild 2

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Bild 3

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JPEG-Dateien, wie sie von den meisten Digitalkameras oder Scannern erzeugt werden, gehören nicht zu den Daten, die sich von WinRAR oder anderen Packprogrammen stark komprimieren lassen. Wir haben das an anderer Stelle bereits erläutert.
Wie soll man aber vorgehen, wenn man seine Urlaubsfotos der Familie oder Produktfotos dem Geschäftspartner zugänglich machen möchte?

Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob es auf eine möglichst hohe Auflösung ankommt.

Das könnte der Fall sein, wenn Sie Vorlagen an eine Druckerei liefern oder als Radiologe Röntgenbilder versenden. Hier kann Ihnen WinRAR immerhin helfen, die Daten zu verschlüsseln oder mehrere Bilder einer Serie zusammenzufassen.

In den meisten Fällen reicht jedoch eine Auflösung von weniger als 100 dpi und ein Format von weniger als 1000 Pixeln in der Breite für Schnappschüsse aus. Bilder dieser Größe haben ein Datenvolumen von wenigen hundert Kilobyte, während die Originale aus Digitalkamera oder Scanner oft zwischen zwei und zehn Megabyte umfassen.

Eine einfache Möglichkeit, die Fotos emailgerecht aufzubereiten, bietet Windows ab Version 7 selbst.

Klicken Sie in Ihrem Fotoordner mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen Sie den ersten Menüeintrag (Vorschau).
Windows-FotoanzeigeDas Foto wird jetzt in die Windows-Fotoanzeige geladen. Hier können Sie aus dem Menü „Email“ eine geeignete Größe wählen und das Foto gleich an eine neue Email anhängen (vorausgesetzt, Sie haben ein Emailprogramm konfiguriert).

Eine andere Möglichkeit ist, das Foto in Ihr Programm zur Fotobearbeitung zu laden (wird oft mit Scanner oder Digitalkamera mitgeliefert) und in einer verminderten Auflösung abzuspeichern. Beachten Sie aber, dass Sie die Änderungen nach dem Verlassen Ihres Fotoprogramms nicht widerrufen können. Arbeiten Sie also, falls Sie das Original behalten möchten, mit Kopien.

Entgegen landläufiger Meinung hilft es nichts, hoch aufgelöste Fotos in eine PDF-Datei zu drucken oder in ein Worddokument zu laden und zu skalieren. Die Datenmenge wird dadurch nicht vermindert und WinRAR hat, genau wie bei den Originalfotos, kaum eine Chance auf Komprimierung des Dokuments.

RAR für Mac OS X bietet leider keine eigene Programmoberfläche und wird durch Befehlszeileneingaben gesteuert.
Wenn Ihnen das zu umständlich ist, können Sie auf das sehr schlanke rarify zurückgreifen. Es stammt aus dem Jahr 2008 und wird offenbar nicht mehr weiterentwickelt, aber es reicht für die meisten Pack-Aufgaben völlig aus.
Zum Entpacken von RAR-Dateien empfehlen wir „The Unarchiver“ aus dem App-Store.

1. Laden Sie die aktuelle „RAR for Mac OS X“-Version von unserer Downloadseite (ganz unten).
2. Entpacken Sie das heruntergeladene Archiv per Doppelklick. Es entsteht ein neuer Ordner mit dem Namen „rar“.
3. Laden Sie rarify von der Seite des Entwicklers oder hier bei uns.
4. Entpacken Sie rarify.zip. Es entsteht der Ordner Rarify 0.8.1 mit dem Inhalt rarify.app und readme.rtf.
5. Wir empfehlen, den Ordner „rarify 0.8.1“ in den Ordner „rar“ und den Ordner „rar“ anschliessend in Ihr Programme-Verzeichnis oder den Ordner Programme/Dienstprogramme zu verschieben.
Dazu benötigen Sie Administratorenrechte.

Verschieben Sie den Ordner rar (mit Unterordner rarify) in Ihr Programmeverzeichnis

Verschieben Sie den Ordner rar (mit Unterordner rarify) in Ihr Programmeverzeichnis

6. Starten Sie rarify aus dem neu erstellten Ordner. Im Dock erscheint das rarify-Icon. Durch „Rechtsklick / Optionen / Im Dock behalten“ stellen Sie sicher, dass Sie immer Zugriff auf rarify haben.

Wollen Sie jetzt ein Dokument oder einen Ordner im rar-Format komprimieren, ziehen Sie ihn einfach auf das rarify-Icon im Dock.
Das Archiv wird im selben Verzeichnis wie das Original erstellt.

Im rarify-Menü (Titelzeile / Preferences) können Sie verschiedene Änderungen vornehmen, die bis zur erneuten Änderung gespeichert bleiben (Passwort, mehrteilige Archive, Ausgabeverzeichnis etc.).

Falls Sie schon eine Lizenz für RAR erworben haben, speichern Sie Ihren Lizenzschlüssel rarreg.key im Home-Verzeichnis (das normalerweise Ihren Namen trägt) ab.

geändertes rarify-Icon

geändertes rarify-Icon

Optional, aber dringend zu empfehlen: Wenn Sie das rarify-Icon ändern möchten, laden Sie icon.zip und entpacken Sie es.
Öffnen Sie icon.png durch Doppelklick in „Vorschau“. Drücken Sie cmd/a und cmd/c, um das Icon zu kopieren.
Suchen Sie rarify im Finder, markieren Sie das Programm und drücken Sie cmd/i. Ganz links oben im Info-Fenster sehen Sie das Standard-Symbol. Wenn Sie es mit der Maus anklicken (blaue Markierung), können Sie es anschliessend mit dem Befehl cmd/v durch das neue und viel schönere Icon ersetzen.
Möglicherweise müssen Sie rarify noch einmal aus dem Dock entfernen und wieder hinzufügen, damit das neue Icon angezeigt wird.

Seit Version 3.50 finden Sie das Modul zu unter DOS lauffähigen selbstextrahierenden Archiven nur noch in der RAR/DOS32-Installationsdatei.
Bitte benennen Sie default.sfx aus der RAR/DOS32-Installationsdatei in dos.sfx um und speichern Sie die Datei im WinRAR-Ordner.

dos.sfx unterstützt folgende Befehlszeilenschalter:

-x entpacken
-t Archivinhalt überprüfen
-? Hilfe anzeigen

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Wir haben die default.sfx aus RAR 3.93 für MS DOS extrahiert, in dos.sfx umbenannt und hier für Sie hinterlegt.

Die meisten Anwender nutzen das Kontextmenü im Explorer, um Archive schnell zu entpacken. Wenn Sie dazu die Option „Hier entpacken…“ nutzen, finden Sie im aktuellen Verzeichnis (das kann auch Ihr Desktop sein) unter Umständen Hunderte oder gar Tausende neuer Dateien, die sich vermutlich auch noch alphabetisch geordnet unter vorhandene Daten gemischt haben.

Kontext ArchivnameUm ein solches Chaos zu vermeiden, sollten Sie Archive immer in ein Unterverzeichnis entpacken, das WinRAR für Sie automatisch erstellen kann.
WinRAR benennt dieses Verzeichnis nach dem Namen des Archivs, so dass Sie es auch in gut gefüllten Verzeichnissen leicht wiederfinden können.
Wählen Sie dazu aus dem Kontextmenü „Entpacken nach Archivname⧵“
Sie können sich das Kontextmenü auch so einrichten, dass „Hier entpacken“ gar nicht mehr angezeigt wird.

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Zusatztipp für Windows-Einsteiger: Wenn es dann doch passiert sein sollte, dass WinRAR Ihren Desktop mit einigen tausend kleinen Dateien vollgeschrieben hat –
klicken Sie auf den Windows-Startknopf. Rechts oben im Menü sehen Sie Ihren Namen. Klicken Sie darauf, um Ihren persönlichen Ordner zu öffnen. Wählen Sie unter den angezeigten Ordnern „Desktop“ (oder einen anderen gewünschten Ordner). Stellen Sie die Ansicht oben im Menü auf „Details“ ein. Klicken Sie jetzt auf den Tabellentitel „Änderungsdatum“. Mit etwas Glück stehen jetzt alle entpackten Dateien untereinander, so dass Sie die erste und die letzte (mit gedrückter Umschalttaste) markieren und den ganzen markierten Block in einem Rutsch löschen können.

Ordnen im Explorer

Ordnen von Dateien in Windows 7 (Ansicht: Details)

Der schnellste Weg, eine Datei zu packen, ist der über das Kontextmenü des Windows Explorers.

Bitte klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern

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Dazu klicken Sie die Datei mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü „WinRAR / zu Dateiname.rar hinzufügen“.
WinRAR erstellt dann ohne weitere Rückfrage Dateiname.rar im aktuellen Ordner.

Dateiname.rar können Sie dann z.B. an eine Email anhängen und verschicken.

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Falls Sie Daten platzsparend archivieren möchten, sollten Sie das Original anschliessend löschen, wie es in diesem Beispielvideo gezeigt wird.

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Dateien löschen

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Pro-Tipp: Den Löschvorgang können Sie auch automatisieren, wenn Sie in den Standardeinstellungen „Dateien nach dem Archivieren löschen“ aktivieren.

Vielleicht haben Sie WinRAR gerade installiert, weil Sie ein rar-Archiv per Email zugeschickt bekommen oder weil Sie komprimierte rar-Dateien aus dem Internet geladen haben.
Wie können Sie die Dateien nun schnell entpacken (in den Originalzustand bringen)?

Dazu müssen Sie WinRAR nicht starten und Sie müssen auch über keinerlei WinRAR-Kenntnisse verfügen.

Ihre Downloads finden Sie meist in Ihrem Download-Ordner. Öffnen Sie diesen Ordner und suchen Sie nach der zu entpackenden Datei. Sie erkennen sie an dem Büchersymbol.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei.
Es erscheint ein kleines Menü, in dem Sie „WinRAR / Hier entpacken“ oder „WinRAR / in Unterordner entpacken“ auswählen können.
Dieses kurze Beispielvideo zeigt Ihnen beide Möglichkeiten.
Die rar-Datei können Sie übrigens anschließend löschen. Sie wird nicht mehr benötigt, denn Sie haben ja jetzt die Originaldatei.

Anlagen speichern

Dateianlagen speichern

Wenn Sie einen komprimierten Email-Anhang entpacken möchten, speichern Sie den Anhang zunächst auf Ihrer Festplatte. Dazu bieten Ihr Mailprogramm oder der Webmailer eine Möglichkeit im Menü („Anlagen speichern“) oder per Rechtsklick auf den Dateianhang (siehe kleines Bild rechts).
Das Öffnen eines komprimierten Dateianhangs direkt aus der Email führt unter Umständen zu einer Fehlermeldung.
Haben Sie die rar-Datei auf Ihrer Festplatte gespeichert, können Sie sie wie oben beschrieben mit einem rechten Mausklick entpacken.

Angenommen, Sie möchten WinRAR immer oder zumindest zeitweilig mit Einstellungen starten, die nicht dem vorgegebenen Standard entsprechen, dann können Sie die Standardeinstellungen nach Ihren Wünschen anpassen.

Standard festlegen

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Sie finden diese praktische Möglichkeit unter Optionen / Einstellungen / Komprimierung / Standard festlegen. Praktisch alle Optionen können hier ausgewählt und dauerhaft abgespeichert werden.

Beispiel: Wenn Sie immer zip-Archive erstellen und grundsätzlich die Originaldatei nach dem Komprimieren automatisch löschen wollen, dann starten Sie WinRAR, klicken sich in der Menüleiste (über den Symbolen) durch zu Optionen / Einstellungen / Komprimierung / Standard festlegen und markieren links zip und rechts „Dateien nach dem Archivieren löschen“. Bestätigen Sie mehrfach mit OK.
Beim nächsten Start von WinRAR werden Sie feststellen, dass die gewünschten Optionen bereits markiert sind.

Beispielvideo: Standard festlegen

Da es sich um Standardeinstellungen handelt, stehen Sie Ihnen zukünftig auch zur Verfügung, wenn Sie Ihre Dateien über das Kontextmenü des Windows Explorers packen.

Mehrere bevorzugte Einstellungen können Sie über Profile verwalten.

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Die WinRAR-Videos öffnen sich in einem neuen Fenster Ihres Browsers, damit sie etwas größer dargestellt werden können.

Wenn Sie nicht möchten, dass bereits beim Öffnen des Archivs Informationen zum Inhalt (Dateinamen, Erstelldatum, die Größe enthaltener Dateien u.s.w.) angezeigt werden, dann sollten Sie die Option „Dateinamen verschlüsseln“ im Passwort-Dialogfenster wählen.

Dateinamen verschlüsseln

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Ist „Dateinamen verschlüsseln“ gewählt, dann wird unmittelbar nach dem Öffnen des Archivs die Passwortabfrage eingeblendet und es lassen sich keinerlei Rückschlüsse auf die enthaltenen Dateien ziehen.

Wenn Sie weniger sensible Daten packen oder niemand sonst Zugriff auf Ihre Archive hat, kann es sinnvoll sein, die Dateinamen nicht zu verschlüsseln. Bei der Suche nach bestimmten Dateien in mehreren Archiven ersparen Sie sich dadurch die wiederholte Passworteingabe.

In diesem Video können Sie den Unterschied erkennen (Link öffnet ein neues Fenster): Im ersten Durchgang werden die Dateinamen nicht verschlüsselt, im zweiten Durchgang sind sie verschlüsselt.

Das Verschlüsseln der Dateinamen ist nicht als Standard festgelegt, aber das können Sie leicht ändern.

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Die WinRAR-Videos öffnen sich in einem neuen Fenster Ihres Browsers, damit sie etwas größer dargestellt werden können.

Offenbar ist in einer der letzten WinRAR-Versionen der Button für die Option „Passwort festlegen“ in das erste Dialogfenster gewandert. Das ist durchaus sinnvoll, weil in der Vergangenheit viele Anwender diese Funktion nicht auf Anhieb unter „Erweitert“ entdeckt haben.

Passwort festlegen

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Allerdings finden ihn erfahrenere Anwender jetzt nicht mehr an der gewohnten Stelle.
Hier sehen Sie den verschobenen Button in Aktion.

Sie können den Passwortdialog in der WinRAR-Oberfläche aber nach wir vor durch Strg-P oder einen Klick auf das kleine Schlüsselsymbol links unten im Programm aufrufen.