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Sucht WinRAR selbst nach verfügbaren Updates und installiert sie?

Nein. Wir möchten nicht, dass WinRAR sich in regelmäßigen Abständen mit dem Internet verbindet, um nach Updates zu suchen. Diese Entscheidung wurde vor vielen Jahren getroffen. Damals herrschte die Meinung vor, dass viele Anwender darüber beunruhigt wären („WinRAR telefoniert nach Hause“, „WinRAR überprüft die Lizenzinfos“, „WinRAR verrät Passworte“ etc.). Deshalb wurde keine Autoupdatefunktion implementiert.

Möglicherweise ändert sich das, wenn genügend Anwender danach fragen.

Bis dahin können sich beim Newsletter-Service des Herstellers anmelden.

Sie würden dann ein bis zweimal im Jahr informiert, wenn eine neue Version erschienen ist.

Passwort anzeigen„Ich finde es lästig, das Passwort beim Er­stellen eines Archivs zweimal eingeben zu müssen!“
In den Standardeinstellungen wird das Passwort nicht im Klartext angezeigt. Da Sie dabei Tippfehler nicht erkennen können, wird das Passwort noch einmal abgefragt und mit der ersten Eingabe verglichen.
Wenn Sie unbeobachtet sind, können Sie die Option „Passwort anzeigen“ wählen. Dann müssen Sie das Passwort lediglich einmal eingeben, sind aber auch selbst für die Kontrolle auf Tippfehler verantwortlich.

Technische Probleme treten mit WinRAR eher selten auf – aber wenn wir einen Fehlerbericht erhalten, befasst er sich häufig mit dem Kontextmenü.

Packen im Kontextmenü
Das Kontextmenü erscheint in Ihrem Datei­manager, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder ein Archiv klicken. Diese Funktionalität bieten viele Programme unter Windows – und genau das ist das Problem.

Wenn WinRARs Kontextmenü nicht wie erwartet agiert, gar nicht erscheint oder, wie in einem Fall für Windows 10 berichtet, der Explorer abstürzt, liegt es daran, dass WinRAR und mindestens ein weiteres Programm auf den Explorer zugreifen und sich dabei stören.

rarlabs Chefentwickler, Eugene Roshal, schreibt:

I had seen few similar reports for earlier Windows versions in the past and it is almost never possible to find out what causes them. Shell extension rarext.dll works inside of explorer.exe process together with all other shell extensions from other software, they all influence each other and such bugs are problematic to investigate and fix.

Explorerintegration

Leider hilft nur, testweise die Explorerintegration aller Programme ab- und einzuschalten und die Auswirkungen zu beobachten.
Manchmal reicht es schon, die Integration in anderer Reihenfolge zu aktivieren.

Bei WinRAR (de-) aktivieren Sie die Explorerintegration in Optionen / Einstellungen / Integration (siehe Screenshot oben).

Auf Wunsch speichert WinRAR einen Verlauf der zuletzt bearbeiteten Archive.
So wird u.a. im Menü „Datei“ angezeigt, welche Archive Sie zuletzt geöffnet haben (s. Bild unten, links). In einigen Dialogfenstern erhalten Sie per Drop-Down-Menü Zugriff auf zuletzt erstellte Archive. Das kann hilfreich sein, wenn Sie einige Archive immer wieder bearbeiten müssen.

Wenn Sie diese Funktion nicht brauchen, können Sie sie einfach abstellen. Unter Optionen / Einstellungen (oder einfach durch Druck auf Strg/s) können Sie im Bereich Allgemein / Verlauf einstellen, welche Informationen gespeichert werden oder nicht erscheinen sollen (s. Bild unten, rechts).

Verlauf in WinRAR

Wenn Sie die Funktion grundsätzlich nützlich finden, den bisherigen Verlauf aber löschen möchten, wählen Sie die Funktion ab, bestätigen mit OK und aktivieren sie anschließend wieder.

WinRARs originäre Aufgabe ist das Archivieren von Dateien.

Einfache Beispiele:

  • abgeschlossenese Projekte
  • alte Versionen Ihrer Webseiten
  • Schriftverkehr vergangener Jahre
  • aussortierte Fotos
  • ältere BackUp-Sätze, die voraussichtlich nicht mehr benötigt werden
  • Installationsdateien älterer Programmversionen

Solche Archive erstellt WinRAR einfach mit wenigen Mausklicks, ohne dass Sie sich mit den Einstellungen und erweiterten Funktionen eingehend befassen müssten. Sie können die Archive auf externe Datenträger oder verschlüsselt in Ihre Cloud verschieben und die Originaldateien löschen. Damit erhalten Sie mehr Speicherplatz und Übersichtlichkeit auf Ihrer Festplatte.

mögliche Einstellungen für das Archivieren von Dateien

mögliche Einstellungen für das Archivieren von Dateien

Sie sollten „Wiederherstellungsdaten hinzufügen“ und das Archiv nach Fertigstellung testen lassen. Bei sehr großen Datenmengen empfiehlt sich die Aufteilung in mehrere Teile. Wenn Sie keinen Wert auf möglichst kleine Archive legen, können Sie bei „Kompressionsmethode“ speichern einstellen. WinRAR wird dann schneller fertig.

Ein Klick auf den Hilfebutton rechts unten im oben abgebildeten Programmfenster führt Sie zur WinRAR-Hilfe. Alle abgebildeten Optionen werden Ihnen dann noch ausführlicher erklärt.

erweiterte Archivparameter

erweiterte Archivparameter

Im Fenster „Erweitert“ können Sie zusätzliche Parameter festlegen. Auch hier gilt: Der Klick auf den Hilfeknopf hilft bei Unklarheiten oft weiter. Wenn Sie im vorherigen Fenster eine Volumengröße festgelegt und damit das Archiv geteilt haben, können Sie hier die Anzahl der Wiederherstellungsvolumen festlegen. Das ist sinnvoll bei großen Datenmengen und wenn Sie die Teilarchive an andere Personen weitergeben wollen. Dazu erhalten Sie hier weitere Informationen (letzter Absatz).

Darüber hinaus können Sie mit WinRAR auch BackUps erstellen.

Im Unterschied zur Archivierung werden hierbei meist Daten gesichert, die für den laufenden Betrieb erforderlich sind. Auch wenn sich die Themengebiete überschneiden – für BackUps bietet WinRAR zusätzliche Optionen, die Sie unter dem Reiter „Backup“ finden.

erweiterte Optionen für BackUps

erweiterte Optionen für BackUps

Die abgebildeten Optionen sind mit etwas Kenntnis des Betriebssystems selbsterklärend – Option 2 und 3 sorgen dafür, dass nur geänderte Daten in das BackUp-Archiv geschrieben werden.
Option 4 verhindert Fehlermeldungen, wenn anderweitig geöffnete Daten von WinRAR verarbeitet werden.
Die fünfte Option benennt Ihre BackUps mit dem aktuellen Datum und „Vorherige Dateiversionen erhalten“ sorgt dafür, dass geänderte Daten in das Archiv geschrieben werden, ohne dass Vorversionen gelöscht werden. Damit werden Ihre Archive revisionssicher.

Für BackUps empfehlen wir außerdem:

  • Updatemodus

    • Befassen Sie sich mit dem Updatemodus im ersten Einstellungsdialog.
      Die Unterschiede der einzelnen Modi werden in der Hilfe erläutert. Wenn Sie unsicher sind, belassen Sie es bei der Standardvorgabe.
    • Verwenden Sie ein RAR- statt des Zip-Formats. Neben anderen Vorteilen bietet Ihnen nur das RAR-Format die Möglichkeit, beschädigte Archive zu reparieren.
    • Verlassen Sie sich nie auf ein einziges BackUp-Archiv. Legen Sie mindestens eine Kopie an und speichern Sie sie an anderer Stelle.
    • Für regelmäßige BackUps können Sie ein Profil erstellen. Darin bleiben alle Ihre Einstellungen festgelegt und Sie können das BackUp mit nur einem Mausklick durchführen.
    • Prüfen Sie Ihre BackUp-Archive gelegentlich. Finden Sie sie wieder? Lassen sie sich problemlos öffnen? Sind externe Datenträger noch lesbar?
    • Dokumentieren Sie Ihre BackUp-Strategie. Das hilft nicht nur anderen berechtigten Anwendern im Falle eines Falles, sondern auch Ihnen selbst – denn in der Hektik nach einem Datenverlust können unüberlegte Reparaturversuche die Lage durchaus noch verschlimmern.
  • Archive konvertieren
    Die Funktion „Archive konvertieren“ gehört zu den weniger bekannten in WinRAR. Dabei ist sie nicht nur nützlich, um zum Beispiel zip- in rar-Archive umzuwandeln, Sie können damit auch in einem Rutsch alle Ihre rar-Archive mit einem Passwort versehen.
    Sie finden diese Funktion im Menü „Extras“ oder rufen Sie durch Druck auf Alt+Q auf.

    Öncül Kaya, Geschäftsführer der win.rar GmbH, erklärt die Details:

    WinRAR ermöglicht über den Befehl „Archive konvertieren“ die Neukomprimierung von Archiven von einem Format in ein anderes. Je nach Modus kann der Nutzer mehrere Dateien und Verzeichnisse zur Konvertierung auswählen oder sich auf das aktuelle Archiv beziehen. Die Konvertierung kann auf RAR-Archive und alle von WinRAR unterstützte Archiv-Formate angewandt werden.

    Ein paar Vorteile veranschaulichen diese Funktion:

    – Bessere Kompression:
    Diese Funktion ist sehr nützlich, wenn ein Anwender eine bessere Kompression für ein Archiv erreichen möchte: Hat er z.B. Standard ZIP 2.0-Archiv, bietet sich die Neukomprimierung in ein RAR-Archiv an. RAR komprimiert besser als Standard ZIP 2.0.

    – Einheitliches Archivformat:
    Viele User möchten nur noch ein einheitliches Archive Format (RAR) auf dem Rechner haben, statt jede Menge unterschiedliche CAB, ARJ, LZH, TAR, GZ, ACE, UUE, BZ2, JAR, 7Z, Z Archive.

    – Einheitliche Komprimieroptionen:
    Die Konvertierfunktion erweist sich als sehr nützlich, um mehrere Archive mit dem gleichen Passwort zu versehen, von Non-Solid- auf Solid-Kompression umzustellen oder einfach alle Archive mit besseren Optionen neu zu packen.

    defekte Dateien entpackenGelegentlich kann ein RAR-Archiv nicht fehlerlos entpackt werden (z.B. bei einem CRC-Fehler).
    WinRAR bricht das Entpacken dann ab und löscht bereits temporär entpackte Daten.

    Ist es trotzdem möglich, zumindest einen Teil der Daten zu retten?

    Wurden beim Packen Wiederherstellungs­informationen gespeichert, kann die „Repariere“-Funktion helfen (Extras / Archiv reparieren).

    Andernfalls können Sie die Option „Defekte Dateien behalten“ markieren, nachdem Sie in WinRAR auf den Button „Entp. nach“ geklickt haben (siehe Screenshot oben):

      „WinRAR-Hilfe: Defekte Dateien behalten
      WinRAR wird Dateien nicht löschen, die nicht erfolgreich entpackt wurden, wenn zum Beispiel das Archiv beschädigt ist (standardmäßig löscht WinRAR solche Dateien).
      Auf diese Weise können Sie versuchen, einen Teil der Informationen aus einer defekten Datei zu retten.“

    Diese Einstellung können Sie auch als Standard festlegen (Einstellungen speichern).

    WinRAR ist in der Lage, ISO-Images zu öffnen und zu bearbeiten. Für das Erstellen eines ISO-Images benötigen Sie aber spezielle Programme wie Nero oder das kostenlose ImgBurn.

    Einstellungen - ISO
    Falls in Ihrem Dateimanager ISO-Dateien mit dem WinRAR-Symbol angezeigt werden und Sie dies ändern möchten, dann starten Sie bitte WinRAR, wählen „Optionen / Einstellungen / Integration“ (oder Strg-s) und entfernen den Haken bei ISO.

    Weiterführende Infos zu Dateiverknüpfungen finden Sie auf der Microsoft-Seite „Programmverknüpfung von Dateien ändern“.

    Wichtige und vertrauliche Dokumente sollten vor dem Versand per Email vom Absender unbedingt verschlüsselt werden.
    Das Passwort sollte dem Empfänger möglichst auf anderem Wege, zumindest aber in einer gesonderten Email mitgeteilt werden.

    Wenn Sie eine verschlüsselte Datei erhalten, benötigen Sie zunächst
    1. ein Programm, um die Daten wieder in das Originalformat zu bringen („entpacken“) und
    2. das Passwort zum Entschlüsseln.

    rar- oder zip-Dateien entpacken Sie am besten mit WinRAR. Falls das Programm noch nicht auf Ihrem Rechner installiert ist, können Sie es hier auf der offiziellen Homepage laden.
    Hier wird der Downloadvorgang genauer erläutert.

    Wählen Sie zwischen der 32- oder der 64-bit-Version. Falls Sie nicht sicher sind – die 32-bit-Version funktioniert mit jedem Windows-Rechner.

    Installieren Sie das Programm. Die einzelnen Schritte werden erklärt; Sie brauchen an den Voreinstellungen nichts zu ändern.

    Speichern Sie die verschlüsselte Datei in Ihrem Downloadordner ab. Anschließend öffnen Sie den Downloadordner, klicken mit der rechten Maustaste auf die verschlüsselte Datei und wählen „hier entpacken“ (siehe Abbildung). WinRAR wird Sie jetzt nach dem Passwort fragen. Sie müssen das Passwort genau so eingeben, wie es Ihnen genannt wurde – Groß- und Kleinschreibung sind wichtig.

    Wenn das Passwort korrekt eingegeben wurde, schreibt WinRAR jetzt die Originaldatei in Ihren Downloadordner. Sie können sie dann mit den üblichen Programmen öffnen und bearbeiten.

    Die verschlüsselte Datei können Sie anschließend löschen, denn Sie verfügen jetzt über das Original. Bedenken Sie aber, dass die Originaldatei nicht mehr passwortgeschützt ist und von jedermann mit Zugang zu Ihrem Rechner geöffnet werden kann.

    hier entpacken

    „Hier entpacken“

    WinRAR dürfen Sie 40 Tage lang kostenlos testen. Der Test erfordert keine An- oder Abmeldung. Nach Ablauf des Testzeitraums sollten Sie eine Lizenz erwerben oder das Programm deinstallieren.

    JPEG-Dateien, wie sie von den meisten Digitalkameras oder Scannern erzeugt werden, gehören nicht zu den Daten, die sich von WinRAR oder anderen Packprogrammen stark komprimieren lassen. Wir haben das an anderer Stelle bereits erläutert.
    Wie soll man aber vorgehen, wenn man seine Urlaubsfotos der Familie oder Produktfotos dem Geschäftspartner zugänglich machen möchte?

    Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob es auf eine möglichst hohe Auflösung ankommt.

    Das könnte der Fall sein, wenn Sie Vorlagen an eine Druckerei liefern oder als Radiologe Röntgenbilder versenden. Hier kann Ihnen WinRAR immerhin helfen, die Daten zu verschlüsseln oder mehrere Bilder einer Serie zusammenzufassen.

    In den meisten Fällen reicht jedoch eine Auflösung von weniger als 100 dpi und ein Format von weniger als 1000 Pixeln in der Breite für Schnappschüsse aus. Bilder dieser Größe haben ein Datenvolumen von wenigen hundert Kilobyte, während die Originale aus Digitalkamera oder Scanner oft zwischen zwei und zehn Megabyte umfassen.

    Eine einfache Möglichkeit, die Fotos emailgerecht aufzubereiten, bietet Windows ab Version 7 selbst.

    Klicken Sie in Ihrem Fotoordner mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen Sie den ersten Menüeintrag (Vorschau).
    Windows-FotoanzeigeDas Foto wird jetzt in die Windows-Fotoanzeige geladen. Hier können Sie aus dem Menü „Email“ eine geeignete Größe wählen und das Foto gleich an eine neue Email anhängen (vorausgesetzt, Sie haben ein Emailprogramm konfiguriert).

    Eine andere Möglichkeit ist, das Foto in Ihr Programm zur Fotobearbeitung zu laden (wird oft mit Scanner oder Digitalkamera mitgeliefert) und in einer verminderten Auflösung abzuspeichern. Beachten Sie aber, dass Sie die Änderungen nach dem Verlassen Ihres Fotoprogramms nicht widerrufen können. Arbeiten Sie also, falls Sie das Original behalten möchten, mit Kopien.

    Entgegen landläufiger Meinung hilft es nichts, hoch aufgelöste Fotos in eine PDF-Datei zu drucken oder in ein Worddokument zu laden und zu skalieren. Die Datenmenge wird dadurch nicht vermindert und WinRAR hat, genau wie bei den Originalfotos, kaum eine Chance auf Komprimierung des Dokuments.