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Kurze Videos zu den Grundfunktionen von WinRAR

Sucht WinRAR selbst nach verfügbaren Updates und installiert sie?

Nein. Wir möchten nicht, dass WinRAR sich in regelmäßigen Abständen mit dem Internet verbindet, um nach Updates zu suchen. Diese Entscheidung wurde vor vielen Jahren getroffen. Damals herrschte die Meinung vor, dass viele Anwender darüber beunruhigt wären („WinRAR telefoniert nach Hause“, „WinRAR überprüft die Lizenzinfos“, „WinRAR verrät Passworte“ etc.). Deshalb wurde keine Autoupdatefunktion implementiert.

Möglicherweise ändert sich das, wenn genügend Anwender danach fragen.

Bis dahin können sich beim Newsletter-Service des Herstellers anmelden.

Sie würden dann ein bis zweimal im Jahr informiert, wenn eine neue Version erschienen ist.

„Welche Verschlüsselungsverfahren setzen RAR und WinRAR ein?“

Die Verfahren unterscheiden sich je nach gewähltem Archivformat: ZIP, RAR oder RAR5.

Verschlüsselungsverfahren

Das durch WinRAR unterstützte ZIP-2.0-Format verwendet einen eigenen, selbst entwickelten Verschlüsselungsalgorithmus.
RAR-4.x-Archive werden durch den viel stärkeren AES-128 Standard und RAR-5.0-Archive durch AES-256 im CBC-Modus verschlüsselt.
Die RAR-5.0-Schlüsselberechnungsfunktion basiert auf PBKDF2 unter Verwendung von HMAC-SHA256.

Mit RAR5 verschlüsselte Archive können nur von Programmen entpackt werden, die dieses relativ neue Format unterstützen. Deshalb ist die Standardeinstellung zur Zeit noch RAR.

Wenn Sie wichtige Informationen verschlüsseln wollen, empfiehlt sich die Verwendung des RAR- statt des ZIP-Formats. Um ausreichende Sicherheit zu gewährleisten, sollten Sie zudem Passwörter mit einer Länge von mindestens acht Zeichen verwenden. Benutzen Sie auf keinen Fall Wörter irgendeiner Sprache; es ist besser, eine zufällige Kombination von Zeichen und Ziffern zu wählen.

Beachten Sie auch, dass bei Passwörtern zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird.

Die maximale Länge des Passworts beträgt 127 Zeichen. Längere Passwörter werden nach 127 Zeichen abgeschnitten und somit gekürzt.

Profi-Tipp: Ist die Option „Dateinamen verschlüsseln“ deaktiviert, werden die Dateiprüfsummen in verschlüsselten RAR-5.0-Archiven durch einen speziellen Algorithmus verändert, der vom eingegebenen Passwort abhängt.

Dateinamen verschlüsseln

Das ist wichtig, da sonst mit Hilfe der Prüfsumme ein Rückschluss auf den Dateiinhalt möglich wäre, ohne das Passwort zu kennen. Dieses Risiko ist besonders hoch bei kleinen Dateien oder bei der Verwendung von BLAKE2-Dateiprüfsummen. Die Prüfsummen von verschlüsselten RAR-5.0-Archiven stimmen daher nicht mit echten CRC32- oder BLAKE2-Hashwerten überein.

Ist die Option „Dateinamen verschlüsseln“ aktiviert, werden die Prüfsummen ohne Änderung gespeichert, denn darauf kann nur zugegriffen werden, wenn ein gültiges Passwort angegeben wurde.

Weitere Infos finden Sie in der WinRAR-Hilfe im Kapitel „Verschlüsselung“.

Möchten Sie das praktische Kontextmenü um eigene Einträge erweitern?
Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Angenommen, Sie verschieben gern zu packende Dateien in das Archiv, um sich das separate Löschen der Ursprungsdatei nach dem Packen zu sparen.

Wählen Sie dazu im Dialogfenster „Archivname und Archivparameter einstellen“ die Option „Dateien nach dem Archivieren löschen“ (Bild 1).
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Profile“ im selben Fenster.
Wählen Sie „Aktuelle Einstellungen in einem neuen Profil speichern“. Im folgenden Fenster geben Sie einen aussagekräftigen Namen ein (hier z.B. „in Archiv verschieben“) und markieren die Option „zum Kontextmenü hinzufügen“ (Bild 2).
Nach dem Bestätigen finden Sie in Zukunft Ihre neue Funktion im Kontextmenü (Bild 3).

 

Bild 1

Bild 1 – klicken zum Vergrößern

Bild 2

Bild 2 – klicken zum Vergrößern

Bild 3

Bild 3 – klicken zum Vergrößern

JPEG-Dateien, wie sie von den meisten Digitalkameras oder Scannern erzeugt werden, gehören nicht zu den Daten, die sich von WinRAR oder anderen Packprogrammen stark komprimieren lassen. Wir haben das an anderer Stelle bereits erläutert.
Wie soll man aber vorgehen, wenn man seine Urlaubsfotos der Familie oder Produktfotos dem Geschäftspartner zugänglich machen möchte?

Stellen Sie sich zunächst die Frage, ob es auf eine möglichst hohe Auflösung ankommt.

Das könnte der Fall sein, wenn Sie Vorlagen an eine Druckerei liefern oder als Radiologe Röntgenbilder versenden. Hier kann Ihnen WinRAR immerhin helfen, die Daten zu verschlüsseln oder mehrere Bilder einer Serie zusammenzufassen.

In den meisten Fällen reicht jedoch eine Auflösung von weniger als 100 dpi und ein Format von weniger als 1000 Pixeln in der Breite für Schnappschüsse aus. Bilder dieser Größe haben ein Datenvolumen von wenigen hundert Kilobyte, während die Originale aus Digitalkamera oder Scanner oft zwischen zwei und zehn Megabyte umfassen.

Eine einfache Möglichkeit, die Fotos emailgerecht aufzubereiten, bietet Windows ab Version 7 selbst.

Klicken Sie in Ihrem Fotoordner mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen Sie den ersten Menüeintrag (Vorschau).
Windows-FotoanzeigeDas Foto wird jetzt in die Windows-Fotoanzeige geladen. Hier können Sie aus dem Menü „Email“ eine geeignete Größe wählen und das Foto gleich an eine neue Email anhängen (vorausgesetzt, Sie haben ein Emailprogramm konfiguriert).

Eine andere Möglichkeit ist, das Foto in Ihr Programm zur Fotobearbeitung zu laden (wird oft mit Scanner oder Digitalkamera mitgeliefert) und in einer verminderten Auflösung abzuspeichern. Beachten Sie aber, dass Sie die Änderungen nach dem Verlassen Ihres Fotoprogramms nicht widerrufen können. Arbeiten Sie also, falls Sie das Original behalten möchten, mit Kopien.

Entgegen landläufiger Meinung hilft es nichts, hoch aufgelöste Fotos in eine PDF-Datei zu drucken oder in ein Worddokument zu laden und zu skalieren. Die Datenmenge wird dadurch nicht vermindert und WinRAR hat, genau wie bei den Originalfotos, kaum eine Chance auf Komprimierung des Dokuments.

WinRARs Hauptaufgabe liegt eigentlich im Packen, Entpacken und Verschlüsseln von Daten. Wir wissen aber von vielen Anwendern, dass sie es wie einen Medienabspieler einsetzen:
Sie öffnen ein Archiv (z.B. mit JPGs) per Doppelklick, sehen die Auflistung des Inhalts vor sich und klicken eine gewünschte Datei doppelt an, um sie anzusehen.

WinRAR entpackt die Datei jetzt in ein temporäres Verzeichnis und ruft das verknüpfte Programm auf, um die Datei anzeigen zu lassen (entsprechende Einstellungen vorausgesetzt).
Wird das Programm geschlossen, löscht WinRAR die entpackte Datei aus dem temporären Verzeichnis.
Auf den Anwender wirkt es, als würde WinRAR die Datei anzeigen.

Tatsächlich verfügt WinRAR über einen Dateibetrachter; dieser kann aber nur reine Textdateien korrekt anzeigen.

Öffnen Sie andere als Textdateien, dann zeigt WinRARs interner Betrachter unverständlichen Code an.

Sie können in den Einstellungen festlegen, wie WinRAR mit Dateien umgeht.

Betrachter

Starten Sie WinRAR. Klicken Sie oben auf Optionen, dann auf Einstellungen (oder drücken Sie im WinRAR Programmfenster auf Strg + S). Wählen Sie im Einstellungsfenster „Betrachter“ aus. Sie haben jetzt vier Möglichkeiten zur Wahl:

  1. Interner Betrachter
  2. Externer Betrachter
  3. Verknüpftes Programm
  4. Nachfragen

Wenn Sie über ein bevorzugtes Programm verfügen, das viele Formate öffnet, dann können Sie Punkt 2 auswählen und das Programm in der letzten Zeile benennen.

Die für die meisten Anwender sinnvollste Option ist Nr. 3. WinRAR öffnet mit der Datei dann das passende Programm, mit dem Sie auch sonst Ihre Fotos, Filme oder sonstigen Dokumente betrachten.

Betrachter auswählenWenn Sie sich jetzt nicht auf eine der drei ersten Möglichkeiten festlegen wollen, wählen Sie Punkt 4. Dann erscheint bei jedem Doppelklick auf eine Datei eine Nachfrage, womit sie geöffnet werden soll (s. rechts).

Sie können die Auswahl des Dateibetrachters und die Auswirkungen Ihrer Wahl hier in einem Video nachvollziehen.

Weitere Infos finden Sie in der WinRAR-Hilfe. Suchen Sie nach dem Stichwort „Betrachter“.

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Die WinRAR-Videos öffnen sich in einem neuen Fenster Ihres Browsers, damit sie etwas größer dargestellt werden können.

Mit Theme ist das Thema der Symbole gemeint, das Sie anpassen können, wenn Ihnen das Standardthema nicht gefällt.
Hier sehen Sie, wie es geht:
Symbolthema ändern

Falls Ihnen das neue Thema nach der Installation nicht sofort zur Auswahl angezeigt wird, beenden Sie bitte WinRAR kurz und starten es erneut (wie im Beispielvideo). Unter Optionen / Themen können Sie das neue Design anschliessend auswählen.

Themen

Die Themen stammen übrigens alle von WinRAR-Anwendern. Es sind einige wirkliche Perlen dabei! Eine Übersicht finden Sie hier.

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Nicht benötigte Einträge im Kontextmenü des Explorers können Sie einfach ausblenden.
Hier zeigen wir Ihnen, wie es geht:
Kontextmenü anpassen

Möglicherweise fragt Windows nach dem Administratorpasswort, wenn Sie die geänderten Einstellungen abspeichern.

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WinRARs Design wird gelegentlich belächelt. In den vergangenen Dekaden hat es sich sehr wenig verändert – aus gutem Grund, wie wir meinen.

Es gibt aber reichlich Möglichkeiten, das Layout des Programms an eigene Bedürfnisse anzupassen.

Im folgenden Video sehen Sie einige der Optionen und deren Auswirkung:
Layout anpassen

Die Größe der Symbole, Beschriftung, Adresszeile, Verzeichnisansicht, Linien, sogar die Schriftart der Dateilisten lassen sich ändern. Außerdem können Sie nicht benötigte Symbole ausblenden oder an eine andere Stelle verschieben.

Auf diese Weise können Sie WinRAR sehr kompakt auch auf kleinen Bildschirmen laufen lassen, ohne dass es an Übersichtlichkeit verliert.

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Der schnellste Weg, eine Datei zu packen, ist der über das Kontextmenü des Windows Explorers.

Bitte klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern

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Dazu klicken Sie die Datei mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü „WinRAR / zu Dateiname.rar hinzufügen“.
WinRAR erstellt dann ohne weitere Rückfrage Dateiname.rar im aktuellen Ordner.

Dateiname.rar können Sie dann z.B. an eine Email anhängen und verschicken.

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Falls Sie Daten platzsparend archivieren möchten, sollten Sie das Original anschliessend löschen, wie es in diesem Beispielvideo gezeigt wird.

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Dateien löschen

Bitte klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern

Pro-Tipp: Den Löschvorgang können Sie auch automatisieren, wenn Sie in den Standardeinstellungen „Dateien nach dem Archivieren löschen“ aktivieren.

Vielleicht haben Sie WinRAR gerade installiert, weil Sie ein rar-Archiv per Email zugeschickt bekommen oder weil Sie komprimierte rar-Dateien aus dem Internet geladen haben.
Wie können Sie die Dateien nun schnell entpacken (in den Originalzustand bringen)?

Dazu müssen Sie WinRAR nicht starten und Sie müssen auch über keinerlei WinRAR-Kenntnisse verfügen.

Ihre Downloads finden Sie meist in Ihrem Download-Ordner. Öffnen Sie diesen Ordner und suchen Sie nach der zu entpackenden Datei. Sie erkennen sie an dem Büchersymbol.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei.
Es erscheint ein kleines Menü, in dem Sie „WinRAR / Hier entpacken“ oder „WinRAR / in Unterordner entpacken“ auswählen können.
Dieses kurze Beispielvideo zeigt Ihnen beide Möglichkeiten.
Die rar-Datei können Sie übrigens anschließend löschen. Sie wird nicht mehr benötigt, denn Sie haben ja jetzt die Originaldatei.

Anlagen speichern

Dateianlagen speichern

Wenn Sie einen komprimierten Email-Anhang entpacken möchten, speichern Sie den Anhang zunächst auf Ihrer Festplatte. Dazu bieten Ihr Mailprogramm oder der Webmailer eine Möglichkeit im Menü („Anlagen speichern“) oder per Rechtsklick auf den Dateianhang (siehe kleines Bild rechts).
Das Öffnen eines komprimierten Dateianhangs direkt aus der Email führt unter Umständen zu einer Fehlermeldung.
Haben Sie die rar-Datei auf Ihrer Festplatte gespeichert, können Sie sie wie oben beschrieben mit einem rechten Mausklick entpacken.